Liebe Mitglieder
vor einem Monat hat Deutschlands zweitgrößtes Nachrichtenmagazin FOCUS mit einer Titelgeschichte aufgemacht, die die Überschrift trug „Wasser – der kostbarste Rohstoff“. Wir alle haben in diesem heißen Sommer gespürt, was es bedeutet, wenn Flüsse austrocknen, Felder verdorren und Städte Verbote erlassen. Es ist also höchste Eisenbahn, dass wir uns im AKWPW einmal intensiv mit dem Thema Wasser beschäftigen. Umso mehr freut es mich, dass einer der kompetentesten Wasserexperten unseres Landes meiner Einladung gefolgt ist und zu uns zum Thema
„Wasser – zu viel und doch zu wenig!“
sprechen wird. Herzlich begrüßen wir bei uns als Referenten
Prof. Dr. Harald Kunstmann
Prof. Dr. Harald Kunstmann
Universität Augsburg und Karlsruher Institut für
Technologie (Campus Alpin, Garmisch-Partenkirchen)
am Dienstag, 06.10.26 um 18.30 Uhr
im Bayerischen Landtag,
Konferenzsaal im Konferenzbau (4. Stock),
Max-Planck-Straße 1, 81675 München.
Prof. Kunstmann über seinen Vortrag: Während Extremhochwasser wie an der Ahr 2021 volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe verursachen, nehmen gleichzeitig Wasserknappheit und Dürreperioden in vielen Regionen zu. Warum ist die Trockenheit des Sommers 2026 in Bayern so besonders? Wie verändert sich der Wasserhaushalt in Deutschland und Bayern eigentlich im Detail? Und wie leiten die Klimawissenschaften mit Computermodellen das erwartete Klima der Zukunft ab? Neueste Klimaprojektionen zeigen, dass die steigenden Temperaturen die Wasserverfügbarkeit künftig weiter verringern werden, selbst dort, wo die jährlichen Niederschläge zunehmen.
Wie können wir „zu viel und doch zu wenig Wasser“ zusammen besser managen? Wie können wir insgesamt widerstandsfähiger werden gegen die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf den Wasserhaushalt, die Ökosysteme und unsere Gesellschaft? Warum fällt es uns so schwer, dies zu erreichen? Warum sind Trockenheit und fallende Grundwasserpegel schwieriger zu bewältigende Probleme als der Hochwasserschutz? Wie sind aktuelle Gesetze und Initiativen in Deutschland und Bayern zu bewerten? Der Vortrag spannt den Bogen von der aktuellen naturwissenschaftlichen zur interdisziplinären Resilienzforschung und greift aktuelle politische Rahmenbedingungen auf.
Harald Kunstmann hat Physik in Marburg, Virgina/USA und Heidelberg studiert. Seine Promotion erfolgte in Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich. Seit 2001 ist er Leiter der Forschungsgruppe Regionales Klima und Hydrologie, seit 2004 Leiter der Abteilung Regionale Klimasysteme und seit 2011 stellvertretender Direktor am KIT-Campus Alpin Garmisch-Partenkirchen, seit 2009 W3-Professur und Inhaber des Lehrstuhls für Regionales Klima und Hydrologie an der Universität Augsburg in gemeinsamer Berufung mit dem KIT-Campus Alpin Garmisch-Partenkirchen sowie seit 2021 Gründungsdirektor des Zentrums für Klimaresilienz der Universität Augsburg.
Im Anschluss an den Vortrag findet ein Get-together statt. Auf Grund der erhöhten Sicherheitsbestimmungen im Bayerischen Landtag darf ich Sie um Ihre Anmeldung bis spätestens 2. Oktober 2026 bitten.
Anmeldungen sind möglich per E-Mail an info@akwpw.de und Telefon unter 089/28806628.
Kostenbeitrag für Getränke und Kanapees: EUR 10.- pro Person (Abendkasse)
Bitte halten Sie den Kostenbeitrag passend parat!
Im Bayerischen Landtag gelten folgende Sicherheitsbestimmungen: Der Einlass erfolgt nur für vorab namentlich registrierte Personen. Halten Sie einen amtlichen Lichtbildausweis bereit. Einlass ist ausschließlich über die Ostpforte des Maximilianeums/Besuchereingang und die Tiefgarage. An den Eingängen werden Sicherheitskontrollen – auch mitgebrachter Handtaschen – durchgeführt. Gepäckstücke, größere Handtaschen oder Rucksäcke können nicht mit ins Gebäude genommen werden.
In der Tiefgarage des Landtags stehen je nach Verfügbarkeit Parkplätze zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Tobias Kurzmaier
Vorsitzender